Anlässlich des Internationalen Tages gegen Hassrede veranstalteten die Organisationen Journalisten ohne Grenzen und Human Restart eine Dialogveranstaltung, um die Realität der Hassrede in unseren Gesellschaften zu erörtern und Wege zu einer gerechteren, toleranteren und die Menschenwürde achtenden Gesellschaft zu diskutieren.

Die Veranstaltung wurde mit einer Rede von Dr. Farhad Ali, dem Vorsitzenden beider Organisationen, eröffnet. Er wies auf den deutlichen Anstieg von Hassrede in den vergangenen Jahren weltweit hin, insbesondere durch die rasante Verbreitung digitaler Medien und sozialer Netzwerke. Dies erhöhe die Verantwortung von Einzelpersonen und Institutionen, dieser Entwicklung entgegenzutreten und ihre negativen Auswirkungen einzudämmen.

Dr. Ali betonte, dass ein freier und professioneller Journalismus zu den wichtigsten Grundlagen im Kampf gegen Hassrede gehört und eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Dialog und gegenseitigem Verständnis spielt. Abschließend rief er Medien-, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen dazu auf, gemeinsam eine Kultur des Friedens, des Respekts und der Ablehnung von Hass und Intoleranz zu fördern.
Anschließend sprach Herr Mustafa, ehemaliger Richter an den Gerichten der Region Kurdistan im Irak. Er erklärte, dass historische Erfahrungen gezeigt hätten, dass Hass lediglich zu weiteren Konflikten und gesellschaftlichen Spaltungen führe und die Entwicklung der Menschheit behindere. Er unterstrich die Bedeutung der Akzeptanz kultureller und intellektueller Vielfalt als Quelle von Stärke und Wohlstand und betonte, dass die Bekämpfung von Hassrede eine gemeinsame Verantwortung von Einzelpersonen, Organisationen und Regierungen sei.

Dr. Kevin Uguru, Integrationsaktivist aus der Stadt Essen, hob in seinem Beitrag die Bedeutung der Akzeptanz unterschiedlicher Ideen und Kulturen für ein friedliches Zusammenleben hervor. Er verwies auf die laufenden Bemühungen, positive Vielfalt in der Gesellschaft zu stärken, alle Formen von Hass und Gewalt zurückzuweisen und Werte wie Respekt, Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu fördern.

Der Journalist Mohammed Jawad AlKhafaji erläuterte anschließend die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Hassrede in der heutigen Welt sowie die Rolle der Medien und sozialen Netzwerke bei ihrer Verbreitung. Er warnte vor den direkten Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Frieden und den sozialen Zusammenhalt und betonte die Verantwortung von Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie der Zivilgesellschaft, Toleranz, Respekt vor Vielfalt und die Ablehnung von Hassrede zu fördern.

Zum Abschluss seines Vortrags lud AlKhafaji die Teilnehmenden dazu ein, ihre Meinungen und Vorschläge zur Bekämpfung von Hassrede und zur Förderung einer Kultur der Menschlichkeit und des gegenseitigen Respekts einzubringen. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich mit ihren Erfahrungen und Anregungen an der Diskussion.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein eindrucksvoller poetischer Beitrag des Dichters Munir Khalaf, der in seinen Gedichten hervorhob, dass friedliches Zusammenleben sowie eine Kultur des Dialogs und der Toleranz nur durch die Verbreitung von Liebe, Respekt und Menschlichkeit in der Gesellschaft erreicht werden können.




