Die Journalisten ohne Grenzen e. V. haben ihre Vortragsreihe für das Jahr 2026 mit dem Vortrag „Der Nahe Osten – Wiege der Zivilisationen und Zentrum historischer Entwicklungen“ eröffnet. Referent war der Medienexperte Mohammed Jawad Alkhafaji. An der Veranstaltung nahmen zahlreiche geschichts- und kulturinteressierte Besucherinnen und Besucher teil.

Zu Beginn seines Vortrags betonte Alkhafaji, dass die Bedeutung des Nahen Ostens nicht erst in der Neuzeit entstanden sei. Vielmehr reichen die Wurzeln seiner historischen Bedeutung bis zu den Anfängen der menschlichen Zivilisation zurück. In dieser Region entstanden die ersten großen Städte, die ersten schriftlich festgehaltenen Gesetzessammlungen sowie die monotheistischen Religionen, die den Lauf der Menschheitsgeschichte nachhaltig geprägt haben.
Alkhafaji hob hervor, dass die Beschäftigung mit der Geschichte des Nahen Ostens weit über die Betrachtung der Vergangenheit hinausgeht. Sie ermögliche ein besseres Verständnis der Gegenwart und trage dazu bei, zukünftige Entwicklungen einzuordnen. Darüber hinaus erläuterte er die geostrategische Bedeutung der Region, die über Jahrtausende als Knotenpunkt internationaler Handelswege sowie aufgrund ihres Reichtums an natürlichen Ressourcen eine zentrale Rolle in der Weltgeschichte gespielt hat.

Im weiteren Verlauf zeichnete der Referent die Entwicklung der menschlichen Zivilisation nach – von den ersten sesshaften Agrargesellschaften über die Entstehung organisierter Städte bis hin zu den großen Hochkulturen des Nahen Ostens, darunter Mesopotamien, das Alte Ägypten, die phönizische und die persische Zivilisation.
Dabei stellte er die bedeutendsten Errungenschaften dieser Kulturen vor, darunter die Erfindung der Schrift, die Entwicklung früher Rechtssysteme sowie Fortschritte in Architektur, Astronomie, Handel und Staatsorganisation. Jede dieser Zivilisationen entwickelte entsprechend ihrer geografischen Lage und natürlichen Ressourcen eigene Besonderheiten und leistete einen unverzichtbaren Beitrag zum kulturellen Erbe der Menschheit.
Der Vortrag ist Teil des Kultur- und Bildungsprogramms der Journalisten ohne Grenzen e. V. für das Jahr 2026. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, historisches, politisches und kulturelles Wissen zu vermitteln, das gesellschaftliche Bewusstsein zu stärken und den interkulturellen Dialog zu fördern.



